Der Karsamstag ist der Tag, an dem die Kirche der Grabesruhe Christi gedenkt und mit Fasten und Gebet seine Auferstehung erwartet, die an Ostern gefeiert wird. Es werden am Karsamstag keine Sakramente gespendet, die mit Festfreude verbunden sind, insbesondere findet keine Eucharistiefeier statt, die heilige Kommunion wird nur als Wegzehrung (Sterbekommunion) gereicht.
Der Altar der Kirche ist nicht mit Altartuch, Kerzen oder Blumen geschmückt, sondern zeigt den nackten Stein, Zeichen des „Ecksteins“ Christus. Zur Verehrung durch die Gläubigen ist in den Kirchen immer das Kreuz aufgestellt. Von der Enthüllung des Kreuzes in der Feier vom Leiden und Sterben Christi bis zur Osternacht wird das Kreuz beim Vorüberschreiten durch eine Kniebeuge geehrt, wie sonst das ausgesetzte Allerheiligste.
In vielen Kirchen wird am Karfreitag nach der Feier vom Leiden und Sterben Christi ein „Heiliges Grab“ mit einem niedergelegten Kreuz, dem Bild des im Grab ruhenden Christus, errichtet. Es wird am Abend des Karfreitags und am Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe des Herrn, von den Gläubigen aufgesucht.