Eine Wallfahrt ist eine traditionelle Reise, um ein heiliges Gebot zu erfüllen oder zum Zweck des Besuches einer bestimmten „heiligen Stätte“.
Wallfahren haben eine hohe moralische Bedeutung und oft lange Traditionen. Sie gehen oft auf den alten Glauben zurück, dass Gott an bestimmten Orten besonders präsent ist. Im Christentum des europäischen Mittelalters wurden solche "Wundertätigkeiten" vielen Orten zugeschrieben.
Wallfahrten gab es auch bei den antiken Griechen und Römern, die aus religiösen Gründen ferne Tempel bereist hatten. Auch die Germanen veranstalteten Waldfahrten [sic] zu heiligen Hainen.
Eine Wallfahrt war und ist immer auch ein soziales Ereignis, sie führt zu Begegnungen und Austausch zwischen Gläubigen, die sich sonst vielleicht nie getroffen hätten.
Eine Wallfahrt findet meist in einem engeren und eher traditionell religiösen Rahmen statt; sie wird oft von kirchlicher Seite für eine Gruppe von Gläubigen organisiert. Anders die Pilger: sie sind nach diesem Sprachgefühl vereinzelter und freier unterwegs, auch wenn ihr Reiseziel traditionell religiös ist (z. B. Santiago de Compostella), kann die Religion völlig in den Hintergrund treten.
In unserer Diözese sind die Wallfahrtsorte Gößweinstein (Hl. Dreifaltigkeit), Vierzehnheiligen und Marienweiher (Gottesmutter Maria) populär. Für die Pfarrei Auerbach sind dazu noch die Wallfahrtsorte Altötting (Gottesmutter Maria) oder Sulzbach-Rosenberg (Hl. Anna) wichtig.
Im Jahr 2022 findet die 452. Pfallwallfahrt nach Gößweinstein statt!