In Bayern wird bereits seit langer Zeit die Hl. Gottesmutter Maria verehrt. Papst Benedikt XV. sprach dann im Jahr 1916 während des Ersten Weltkriegs die formelle Anerkennung zur Schutzpatronin Bayerns aus und erlaubte ein bayerisches Marienfest, das nun am 1. Mai gefeiert wird. In der Pfarrei Auerbach wird das Marienfest am Pinzigberg mit der Feier der hl. Messe begangen.
Der Mai gilt kirchlich traditionell als "Marienmonat". Die Gottesmutter wird in der christlichen Spiritualität zugleich als Sinnbild für die lebensbejahende Kraft des Frühlings und seine überbordende Fruchtbarkeit verstanden und etwa als "Maienkönigin" verehrt. Wie sehr Maria mit dem Frühling verbunden wird, zeigt sich unter anderem in dem Umstand, dass auf der südlichen Halbkugel der Marienmonat nicht im Mai, sondern im November, dem dortigen Frühling gefeiert wird. Maria steht am Beginn des Heilswerkes Gottes und symbolisiert somit den "Frühling des Heils".
Im Zentrum der Marienfrömmigkeit steht u.a. die Demut, lateinisch "humilitas", die in enger Verbindung mit "humus" - Erde - steht. Sie wird so zum Sinnbild einer "Frau des Volkes" und ist den Gläubigen in besondere Weise nahe, indem in ihr Göttliches und Menschliches verschmelzen.
"Maria ist immer die Straße, die zu Christus führt. Jede Begegnung mit ihr wird notwendig zu einer Begegnung mit Christus."